Nachtrag zum Fall Christian Klar

Fast eine Woche Ruhepause, und erstmal aufarbeiten, Nachlesen, was man nicht verpasst hat oder vielleicht viel mehr was man nicht verstanden hat.
Als erstes währe da Griechenland. Ich glaube davon wissen die Ecuadorianer nichts, geschweige denn wo das liegt und von der Mythologie mal abgesehen. Tja, sie haben ihre eigene Geschichte.

Was mir aber mehr aufviel war die sache mir Christian Klar. Sicher lange her, sicher unbedeuten für manche, aber jene die sich damit beschäftigen dennoch eine Meinung vorhanden.
So würd ich auch meine Kundtun und dabei ist mir ein Artikel in die Hände gefallen welcher von der Zeit mit dem Titel „Ein Recht auf Rache gibt es nicht“.

Natürlich ist es wie in dem Artikel schon erwähnt, das es darum geht nicht Rache zu nehmen, sondern der Justiz nach 26 Jahren, so wurde es damals beschlossen, wonach die Zeit  abgelaufen ist, wieder gerechtigkeit zu wiederfahren, jedenfalls laut Justiz. Moment, Gerechtigkeit? Das ist vielleicht das falsche Wort, aber trotzdem hat man auch wenn Christian Klar Menschen umgebracht/ermordet/getötet  hat (welches Wort auch immer dafür man verwenden sollte), oder eben auch „nur“ Mord-/Tötungsversuche ausgeübt hat einiges genommen. Das wiederum reicht den Opfern nicht und es reicht auch nicht das er eben noch lebt, da den Menschen jemand genommen worden ist. Aber Christian Klar wurde auch alles genommen was er hatte, damit hat er bezahlt.

Ein Leben kann er nicht führen, sobald er draussen war, seit dem 19. Dezember 2008. Er hat sicher keine Familie wo er unterkommen kann, lebt vielleicht in einem Ort wo er nichtmal sein Klingelschild bekleben kann, er kann nicht Einkaufen gehen ohne angestarrt zu werden, er kann nicht mal Freunde finden. Ein zuhause wird er als 56 jähriger Mann nicht haben. Er hat den Euro verpasst, er wird nie Kinder haben, sofern er welche jelams wollte. Ach eine Frau wird er auch nicht finden, auch einen Job nicht. Eine Wohnung wird er haben, denn die Sozialstrukturen finktionieren bei uns ein wenig. Trotzdem ist die Welt so schnell geworden in den letzten 26 Jahren das er sich nicht zurecht finden wird. 

Vielleicht wird es Weihnachten momente geben in denen er sich lieber zurück wünscht, oder vielleicht ist alles ganz anders. Dies werden wir nicht erfahren. Aber für mich ist klar, das Gerechtigkeit keine Rache ist, sondern jemand anderem etwas wegnehmen und das war sein Leben auf eine andere weise. Er hat sein Leben einer Sache gewidmet  und hat eben damit bezahlt.

 

P.S.: diesen Artikel hab ich völligst übersehen…

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